Protein ist längst mehr als ein Thema für Kraftsportler. Proteinreiche Lebensmittel boomen – und damit steigt auch die Nachfrage nach hochwertigen Proteinquellen. Für die Schweiz könnte darin eine besondere Chance liegen: Molke.
Wo Käse hergestellt wird, entsteht Molke. Und davon gibt es in der Schweiz reichlich: Jährlich fallen rund 1,3 Millionen Tonnen Molke an. Sie enthält unter anderem hochwertiges Molkenprotein, besser bekannt als Whey Protein, das auf dem Weltmarkt zurzeit Höchstpreise erzielt. Trotzdem wird längst nicht die gesamte Schweizer Molke hochwertig für die menschliche Ernährung genutzt. Genau hier sehen wir grosses Potenzial.
Vom Nebenprodukt zum gefragten Proteinpulver
Für unsere Wheycation Produkte verwenden wir ausschliesslich Molkenprotein aus 100 % Schweizer Molke. Die Molke stammt aus der Schweizer Käseproduktion und wird zu Molkenproteinkonzentrat verarbeitet.
Doch unsere Vision geht weiter: Langfristig sollen auch kleinere Käsereien stärker von der wachsenden Nachfrage nach Molkenprotein profitieren können.
Dafür reicht es allerdings nicht, die anfallende Molke einfach zu sammeln. Bereits bei den Käsereien braucht es geeignete Lösungen für Kühlung, Lagerung und teilweise Vorkonzentrierung. Vor allem aber braucht es entsprechende Verarbeitungskapazitäten und grosse Investitionen, um aus flüssiger Molke ein hochwertiges und gefragtes Proteinpulver herzustellen.
Mittels Filtration werden die Proteine aus der Molke konzentriert und anschliessend durch Sprühtrocknung zu Pulver verarbeitet. Besonders gefragt sind hochkonzentrierte Qualitäten wie WPC80 (Whey Protein Concentrate) mit einem Proteingehalt von mindestens rund 80 % oder mit noch höherem Proteinanteil. Genau für diese Verarbeitungsschritte braucht es spezialisierte Anlagen, entsprechende Mengen und erhebliche Investitionen.
Vom Schweizer Rohstoff zum Schweizer Endprodukt
Doch auch mit der Herstellung von Molkenproteinkonzentrat ist die Wertschöpfungskette noch nicht zu Ende. Damit die Schweizer Landwirtschaft tatsächlich vom Proteinboom profitieren kann, braucht es auch Unternehmen, die aus diesem Rohstoff attraktive, hochwertige Produkte entwickeln und erfolgreich vermarkten.
Genau hier setzen wir mit Wheycation an. Wir möchten zeigen, dass Schweizer Molkenprotein nicht einfach ein anonymer Rohstoff für den internationalen Proteinmarkt sein muss. Mit unseren Produkten schaffen wir einen direkten Bezug zwischen Schweizer Molke, ihrer Herkunft und einem hochwertigen Endprodukt.
Darin sehen wir eine grosse Chance: regionale Wertschöpfungsketten aufzubauen, die Herkunft der verwendeten Molke transparenter zu machen und Schweizer Molkenprotein in Produkten einzusetzen, für die Konsument ganz bewusst Schweizer Rohstoffe wählen.
Proteinboom als Chance für die Schweizer Landwirtschaft
Damit aus dieser Chance zusätzliche Wertschöpfung für die Schweizer Milch- und Käsewirtschaft entsteht, müssen deshalb mehrere Glieder zusammenspielen: Käsereien, Sammlung und Logistik, die industrielle Verarbeitung zu hochwertigem Molkenprotein – und schliesslich Produktentwicklung und Vermarktung.
Der Proteinboom bietet damit die Chance, eine vorhandene Schweizer Ressource besser zu nutzen und ihre Wertschöpfung vom Nebenstrom bis zum fertigen Lebensmittel weiterzuentwickeln.
Genau mit dieser Frage hat sich auch CULINARIUM – regio.garantie beschäftigt und dazu verschiedene Akteur aus der Schweizer Lebensmittel- und Landwirtschaft befragt – darunter auch uns.
→ Den ganzen Beitrag «Protein-Boom als Chance für die Schweizer Landwirtschaft?» bei CULINARIUM lesen.




































































