Ein erster Profisieg, mehrere Podestplätze und eine Saison, die alle Erwartungen übertroffen hat: Unsere Ambassadorin Darleen Pfister hat 2026 eindrücklich gezeigt, was in ihr steckt. Und das, obwohl ihr auf dem Weg in den Profisport einige Steine in den Weg gelegt werden.
Mehr Training, neue Impulse und grosse Ambitionen
Darleen hatte sich für 2026 zwei Ziele gesetzt: möglichst viel Rennerfahrung sammeln und die sportlichen Kriterien für die Profi-Lizenz erfüllen. Dafür musste sie innerhalb von zehn Prozent der Siegerzeit einer Profiathletin ins Ziel kommen.
Um den nächsten Schritt in ihrer sportlichen Entwicklung zu machen, stellte sie einiges um. Sie wechselte den Coach und damit auch in dessen Profi-Team, mit dem sie seither beinahe täglich trainiert. Statt alleine ihre Einheiten abzuspulen, profitiert sie nun vom gemeinsamen Training und dem direkten Feedback ihres Coaches.
Auch der Trainingsumfang hat es mittlerweile in sich: Von ursprünglich rund zwölf Stunden pro Woche steigerte Darleen ihr Pensum schrittweise auf über 20 Stunden. Dies führte zu einer Neuausrichtung ihres Alltags, um den Trainingsumfang bewältigen zu können. Eine Investition, die sich auszahlen sollte.
Eine Saison voller Höhepunkte

Doch das Beste sollte erst noch kommen.
Am 5. September startete Darleen beim legendären Triathlon de Gérardmer in den französischen Vogesen. Ein Rennen, auf das sie sich besonders gefreut hatte. Nicht zuletzt wegen der einzigartigen Atmosphäre, die immer wieder mit jener der Tour de France verglichen wird.
«Das war nicht zu viel versprochen. Von Anfang bis Ende war die Stimmung bombastisch, ich wurde wie verrückt angefeuert. Und dann noch zu gewinnen, zum ersten Mal in der Elite, ist ein absolutes Märchen», schwärmt Darleen.
Schon beim ersten Rennen im April auf Gran Canaria zeigte Darleen mit dem achten Platz im Profifeld, dass sie auf dem richtigen Weg war. Im Juni folgte beim Triathlon in Obernai der zweite Platz im Profifeld. Nur zwei Wochen später stand sie beim Spiezathlon über die olympische Distanz ganz oben auf dem Podest.
Nach 5 Stunden und 56 Sekunden überquerte sie als Siegerin die Ziellinie. Ihr erster Sieg in der Elite und zweifellos der emotionale Höhepunkt ihrer bisherigen Triathlonkarriere!
Schneller als die Profis, aber ohne Profi-Lizenz
So erfolgreich ihre Saison sportlich verlief, so frustrierend war eine andere Geschichte. Anfang Jahr erhielt Darleen die Nachricht, dass Swiss Triathlon ihr die beantragte Profi-Lizenz nicht ausstellen würde.
«Das war wie ein Schlag ins Gesicht. Wir gingen damals alle davon aus, dass ich sie selbstverständlich erhalten würde», erzählt sie.
Die Ablehnung machte ihre Saisonplanung komplizierter und verursachte zusätzliche Kosten. Besonders bitter wurde es beim letzten Rennen der Saison, der Challenge Vieux-Boucau in Frankreich.
Darleen musste erneut in der Amateurkategorie starten. Und lieferte eine Leistung ab, die für sich spricht: Sie erreichte als erste Frau das Ziel und war damit sogar schneller als die Siegerin des Profifeldes. Weil sie jedoch als Amateurin starten musste, blieb ihr der offizielle Gesamtsieg verwehrt.
Ein bemerkenswerter Abschluss einer Saison, in der Darleen sportlich längst bewiesen hat, dass sie mit den Profis mithalten kann.
Viel erreicht und noch lange nicht am Ziel
Trotz der Schwierigkeiten überwiegt bei Darleen die Freude über das Erreichte.
«Diese Saison hat meine Erwartungen weit übertroffen; niemals hätte ich mit so guten Resultaten und so schönen Rennen gerechnet.»
Gleichzeitig nimmt sie aus den Wettkämpfen wertvolle Erfahrungen mit. Sie weiss nun noch besser, wo ihre Stärken liegen und woran sie weiterarbeiten möchte.
Und genau das macht Lust auf mehr. Mit gerade einmal 22 Jahren, einer beeindruckenden Entwicklung und jeder Menge Motivation stehen Darleen noch viele Möglichkeiten offen.
Liebe Darleen, wir gratulieren dir herzlich zu dieser grossartigen Saison! Wir freuen uns, dich auf deinem weiteren Weg begleiten zu dürfen, und sind gespannt, was 2027 für dich bereithält.


























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