Gastbeitrag: Text und Fachbeitrag von Ingo Schwabbaur, HolisticaFit & Consulting
Moderne Herz-Kreislauf-Prävention denkt weiter als bis zum Cholesterinwert. Der Muskel- und Energiestoffwechsel rückt zunehmend ins Zentrum – und mit ihm die Rolle hochwertiger Proteine und Aminosäuren. Dieser Beitrag beleuchtet ihre Bedeutung für Gefässe, Stoffwechsel und langfristige Herzgesundheit.
Die Herz-Kreislauf-Gesundheit ist eine der zentralen Voraussetzungen für ein langes, leistungsfähiges und aktives Leben. Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen weltweit zu den häufigsten Gesundheitsproblemen – und betreffen längst nicht mehr nur ältere Menschen. Auch jüngere Erwachsene, beruflich stark Belastete oder sportlich Aktive stehen zunehmend vor metabolischen Herausforderungen.
Moderne Herz-Kreislauf-Prävention geht heute deshalb weit über klassische Empfehlungen wie Bewegung, Gewichtsregulation oder Fettstoffwechselkontrolle hinaus. Zunehmend rückt der Muskel- und Energiestoffwechsel als zentrale Schaltstelle für kardiometabolische Gesundheit in den Fokus. Denn ein stabiler Stoffwechsel ist einer der effektivsten Schutzfaktoren für Herz und Gefässe.
Genau hier entfalten Proteine und insbesondere bestimmte Aminosäuren ihre Wirkung. Sie wirken nicht isoliert auf ein einzelnes Organ, sondern systemisch: Sie unterstützen den Erhalt funktioneller Muskelmasse, verbessern die Glukoseverwertung und stabilisieren die Energiehomöostase. Ein gut versorgter Muskelapparat ist dabei weit mehr als ein Leistungsfaktor – er ist eines der wichtigsten insulinabhängigen Stoffwechselorgane des Körpers. Wird er optimal unterstützt, trägt er dazu bei, Insulinresistenz, chronische Entzündungen und metabolische Fehlsteuerungen zu reduzieren – alles Prozesse, die langfristig das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.
Für sportlich aktive Menschen bedeutet eine ausreichende Proteinzufuhr daher nicht nur bessere Regeneration und Leistungsfähigkeit, sondern auch eine effizientere Anpassung des Herz-Kreislauf-Systems an Belastung. Für ältere Menschen kann sie helfen, Muskelabbau, metabolische Instabilität und funktionelle Einschränkungen zu verlangsamen. Und für gesundheitsbewusste Erwachsene stellt sie eine wirkungsvolle Präventionsstrategie dar, um Stoffwechsel und Gefässgesundheit langfristig zu stabilisieren.
Im Sinne orthomolekularer Konzepte geht es dabei nicht um maximale Mengen, sondern um Qualität, Regelmässigkeit und biologische Verfügbarkeit. Hochwertige Proteinquellen mit vollständigem Aminosäurenprofil – wie Molkenprotein – liefern verzweigtkettige Aminosäuren (BCAAs) in physiologisch sinnvollen Verhältnissen und lassen sich unkompliziert in den Alltag integrieren.
Im zweiten Teil seiner Serie beleuchtet Ingo Schwabbaur deshalb die Rolle einzelner Aminosäuren und hochwertiger Proteinquellen im praktischen Einsatz für die Herzgesundheit – differenziert nach Wirkmechanismen, Lebensphasen und Belastungssituationen.
Proteine - weit mehr als nur Muskelbausteine
Proteine sind fundamentale Makronährstoffe. Sie bestehen aus Aminosäuren, die als strukturelle, funktionelle und regulatorische Einheiten im menschlichen Körper wirken. Während Proteine häufig auf Muskelaufbau reduziert werden, ist ihre Bedeutung für das Herz-Kreislauf-System wissenschaftlich gut belegt.
Proteine sind unter anderem notwendig für:
- den Aufbau und Erhalt von Herzmuskelzellen
- die Bildung von Enzymen und Transportproteinen
- die Regulation des Blutdrucks
- die Gefässelastizität und Endothelfunktion
- entzündungshemmende und antioxidative Prozesse
Ein chronischer Proteinmangel – insbesondere im Alter oder bei hoher körperlicher Belastung – kann sich negativ auf Herzleistung, Gefässstruktur und Stoffwechselparameter auswirken.
Aminosäuren und ihre Rolle für Herz und Gefässe
L-Arginin ist eine Vorstufe von Stickstoffmonoxid, einem zentralen Molekül für Gefässweite und Durchblutung. Stickstoffmonoxid unterstützt die Vasodilatation, die Blutdruckregulation, die Endothelfunktion und die Durchblutung von Herz und Muskulatur. Eine verbesserte Argininversorgung wird mit einer besseren Gefässelastizität und reduzierter endothelialer Dysfunktion in Verbindung gebracht – ein wichtiger Faktor für die Herzgesundheit in jedem Alter.
Die Aminosäuren Glycin, Prolin und Lysin sind essenziell für die Kollagensynthese. Kollagen ist Hauptbestandteil der Gefässwände und beeinflusst deren Stabilität und Elastizität. Mit zunehmendem Alter nimmt die körpereigene Kollagenbildung ab – eine ausreichende Proteinversorgung gewinnt dadurch zusätzlich an Bedeutung.
Die verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAAs) Leucin, Isoleucin und Valin werden primär in der Skelettmuskulatur verstoffwechselt. Dadurch wirken sie direkt auf Muskelstoffwechsel, Insulinsensitivität und Energiehomöostase – allesamt zentrale Faktoren der kardiometabolischen Gesundheit.
Leucin ist ein Schlüsselsignal für Muskel- und Glukosestoffwechsel. Es aktiviert den mTOR-Signalweg, der die Muskelproteinsynthese stimuliert. Eine gut erhaltene Muskelmasse ist entscheidend, da Skelettmuskulatur das grösste insulinabhängige Glukoseaufnahmeorgan des Körpers ist. Mehr funktionelle Muskelmasse bedeutet eine verbesserte Glukoseaufnahme, geringere postprandiale Blutzuckerspitzen und eine reduzierte Insulinbelastung. Langfristig kann dies das Risiko für Insulinresistenz und metabolische Fehlsteuerungen - und somit starke Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen - senken.
Isoleucin unterstützt die Insulinsensitivität. Es fördert die Glukoseaufnahme in Muskelzellen unabhängig von Insulin und unterstützt die Fettsäureoxidation. Die Folge können stabilere Blutzuckerwerte, eine reduzierte viszerale Fettmasse und ein günstigeres Lipidprofil sein. Das senkt entzündliche Prozesse, die massgeblich an der Entstehung von Atherosklerose beteiligt sind.
Valin ist besonders relevant für die Energiebereitstellung unter Belastung. Es unterstützt den mitochondrialen Stoffwechsel und trägt dazu bei, katabole Prozesse bei körperlichem oder metabolischem Stress zu begrenzen. Ein stabiler Energiestoffwechsel reduziert chronische Stresshormon-Ausschüttung, entzündliche Signalwege und oxidative Belastung – Faktoren, die indirekt protektiv auf Gefässe und Herzfunktion wirken.
Ein gestörter Glukose- und Fettstoffwechsel gilt heute als zentraler Treiber kardiovaskulärer Erkrankungen. Chronisch erhöhte Blutzucker- und Insulinspiegel fördern Gefässentzündungen, oxidative Schäden und Plaque-Bildung in den Arterien. Durch den Erhalt von Muskelmasse, eine verbesserte Insulinsensitivität und eine effizientere Energienutzung tragen Aminosäuren systemisch zur Reduktion des Herz-Kreislauf-Risikos bei.
Proteinversorgung in verschiedenen Lebensphasen
Bei Kindern und Jugendlichen oder allgemein in Wachstumsphasen, ist Protein essenziell für Gewebeaufbau, Herzentwicklung und hormonelle Regulation. Eine ausreichende Versorgung legt früh den Grundstein für ein gesundes Herz-Kreislauf-System.
Bei Erwachsenen erhöhen Stress, Bewegungsmangel und unausgewogene Ernährung den Proteinbedarf. Hochwertige Proteine können helfen, Blutdruck, Körperzusammensetzung und Entzündungsmarker positiv zu beeinflussen.
Mit zunehmendem Alter, bei Seniorinnen und Senioren, sinkt die Muskelmasse. Auch der Herzmuskel kann betroffen sein. Studien zeigen, dass ältere Menschen oft zu wenig Protein aufnehmen. Eine gezielte Proteinzufuhr unterstützt die Herzleistung, Gefässstabilität, Mobilität und Lebensqualität
Sportlich aktive Menschen haben einen erhöhten Proteinbedarf. Neben Muskelregeneration profitieren auch Herz und Kreislauf von einer guten Proteinversorgung. Der Herzmuskel wird an Belastung angepasst, es kommt zu einer verbesserten Durchblutung und einer schnelleren Regeneration des Gefässsystems. Insbesondere Ausdauer- und Kraftsportler profitieren von einer gleichmässigen Proteinzufuhr über den Tag verteilt.
Whey Protein - funktionelle Proteinquelle für Herz und Gesundheit
Molkenprotein gilt als eine der hochwertigsten Proteinquellen:
- vollständiges Aminosäurenprofil
- hoher Leucingehalt
- schnelle Resorption
- bioaktive Peptide
Studien beschreiben Effekte auf Blutdrucksenkung, Hemmung von Entzündungsprozessen und Verbesserung der Endothelfunktion sowie positive Einflüsse auf metabolische Risikofaktoren. Damit eignet es sich nicht nur für Sportlerinnen und Sportler, sondern auch für gesundheitsbewusste Menschen jeden Alters.
Wheycation - Qualität als Gesundheitsstrategie
Im orthomolekularen Kontext spielt die Qualität der Rohstoffe eine zentrale Rolle. Wheycation steht für:
- hochwertiges Molkenprotein
- transparente Zusammensetzung
- Fokus auf Reinheit und Funktionalität
Als Ergänzung kann das Molkenprotein von Wheycation unkompliziert und sinnvoll in eine herzgesunde Ernährung und in den Alltag integriert werden – etwa im Frühstück, im Smoothie oder nach dem Training.
Fazit
Proteine und bestimmte Aminosäuren sind keine kurzfristigen Lifestyle-Produkte, sondern fundamentale Bausteine moderner Herz-Kreislauf-Gesundheit.
Richtig eingesetzt, unterstützen sie den Körper dabei, Stoffwechselprozesse zu stabilisieren, funktionelle Muskelmasse zu erhalten und zentrale Schutzmechanismen für Herz und Gefässe zu stärken – in jeder Lebensphase.
Literaturverzeichnis
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